KUNSTMUSEUM RAVENSBURG

»Christoph Schlingensiefs operndorf afrika«

Aino Laberenz im Gespräch mit dr. Nicole Fritz,

Sa 30.9.2017, 19 Uhr

- Eintritt frei




















Das Kunstmuseum Ravensburg wurde von dem Architekturbüro Lederer + Ragnarsdóttir + Oei entworfen und beheimatet eine der größten Privatsammlungen Süddeutschlands. Unter dem Format "Selinka Classics" wird eine Auswahl der über 200 Werke umfassenden Sammlung des früheren Werbeberaters Peter Selinka (1924 - 2006) und seiner Frau Gudrun Selinka permanent im Museum gezeigt. Darüber hinaus bietet das Museum Raum für Wechselausstellungen und Kreativ-Angebote. Die Leitung des Hauses hat seit 2011 Dr. Nicole Fritz inne. 2014 wurde das Kunstmuseum Ravensburg für den Europäischen Museumspreis (EMYA) nominiert und erhielt zudem die Auszeichnung zum "Museum des Jahres 2015".


 

We love animals

400 Jahre Tier und mensch in der kunst

Ausstellungsdauer: 1. Juli bis 15. Oktober 2017
Vernissage: 30. Juni 2017, 19 Uhr 


Albrecht Dürer, Das Rhinozeros, 1515, Kunstsammlungen der Fürsten Waldburg-Wolfegg, Schloss Wolfegg, Foto: Wynrich Zlomke
Albrecht Dürer, Das Rhinozeros, 1515, Kunstsammlungen der Fürsten Waldburg-Wolfegg, Schloss Wolfegg, Foto: Wynrich Zlomke
Johann Baptist Reiter, Knabe mit Katze, um 1860
Inv.-Nr. Ka 377
Oberösterreichisches Landesmuseum, Linz
Johann Baptist Reiter, Knabe mit Katze, um 1860
Inv.-Nr. Ka 377
Oberösterreichisches Landesmuseum, Linz
 


Unter dem Titel We love Animals widmet das Kunstmuseum Ravensburg dem Tier seine große Sommerausstellung. Angeregt von dem Werk Eine Cobra-Gruppe (1964), aus der hauseigenen Sammlung Peter und Gudrun Selinka nimmt die Schau aus kunst- und kulturwissenschaftlicher Perspektive die Mensch-Tier-Beziehung vom 18. Jahrhundert bis heute in den Blick. Die in der Ausstellung vertretenen Tierbilder spiegeln aufs anschaulichste wie sich der Mensch über die Jahrhunderte zum Tier ins Verhältnis gesetzt hat. Angefangen mit den, aus einem naturwissenschaftlichen Interesse entstandenen, Darstellungen des wilden und exotischen Tieres des 16. Jahrhunderts, über die idealisierten Tierporträts der Romantik, bis hin zur Animalisierung der Kunst im Expressionismus und dem Einsatz lebender bzw. toter Tiere in der Performancekunst der 1960er Jahre folgt die chronologische Präsentation der Entwicklung einer empathischen Tier-Mensch-Beziehung bis in die Gegenwartskunst.


Deborah Sengl, Aus der Serie Killed to be dressed, 2010, Präparate, Wachs, SOART, Wien, Foto: Ingo Pertramer
Deborah Sengl, Aus der Serie Killed to be dressed, 2010, Präparate, Wachs, SOART, Wien, Foto: Ingo Pertramer

Der Parcours kulturgeformter Tierbilder veranschaulicht, dass sich parallel zu den gegen-wärtigen Entfremdungs- und Verdinglichungs-tendenzen gegenüber den Tierwesen zumindest im geisteswissenschaftlichen Diskurs und im Kunst-kontext ein Tier-Mensch-Dialog auf Augenhöhe etabliert hat. Die Cobra-Gruppe von Asger Jorn appellierte bereits in der Nachkriegszeit, sich dem Tier in uns zu stellen, d.h. die unbewussten instinktiven Tiefendimensionen des Ichs bewusst zu machen. In Zeiten einer digitalen Revolution ist diese Fragestellung unter dem Stichwort Animal Turn in der Gegenwart angekommen und aktueller denn je.


Die Schau vereint rund 100 Werke aus öffentlichen und privaten Sammlungen aus dem In- und Ausland. Entdecken Sie die Wölfe von Ottmar Hörl, die vom Veitsburghang auf Ravensburg blicken und begeben Sie sich im Kunstmuseum auf Tiersafari durch 400 Jahre Kunstgeschichte, das Nashorn Clara und über 100 andere Tiere freuen sich auf Ihren Besuch!


ZUR AUSSTELLUNG


Das Kulturmagazin "Kunscht!" des SWR beim Streifzug durch "We love Animals":


Pre-opening aktion für we love animals

Performances for Pets, Performance im Kunstmuseum Ravensburg, 11.02.2017 © Wynrich Zlomke
Performances for Pets, Performance im Kunstmuseum Ravensburg, 11.02.2017 © Wynrich Zlomke

Als Vorgriff auf die Sommerausstellung waren die Gegenwartskünstler Krõõt Juurak und Alex Baileys, Performances for Pets, zu Gast im Kunstmuseum und haben Performances für ortsansässige Hunde durchgeführt. Die gedrehten Videos der vierbeinigen Akteure sind in der Ausstellung "We love Animals" Ausstellung ab dem 1. Juli 2017 zu sehen. 


 

SA 30. SEPTEMBER 2017, 19 UHR
CHRISTOPH SCHLINGENSIEFS OPERNDORF AFRIKA
AINO LABERENZ IM GESPRÄCH MIT DR. NICOLE FRITZ

© Frieder Schlaich
© Frieder Schlaich

»Die Kunst ist im besten Fall ein Organismus, der sich mit dem Leben verbindet«, so Christoph Schlingensief. Mit dem Operndorf Afrika setzte der Aktionskünstler, Autor und Regisseur einen Grundstein für diese Vision. Das Operndorf ist ein internationales Kunstprojekt, welches seit 2009 in Burkina Faso/Westafrika realisiert wird. Diesem liegt die Intention zugrunde, einen Ort internationaler Begegnungen zu schaffen, der einem stereotypen eurozentrischen Bild von Afrika entgegenwirkt. Aino Laberenz, die nach dem Tod ihres Mannes die Leitung des Operndorfes übernahm, spricht mit
Dr. Nicole Fritz acht Jahre nach der Grundsteinlegung über die Idee des Operndorfes, dessen gesellschaftliche, kulturelle Bedeutung und die aktuelle Projektentwicklung.
- Eintritt für den Vortrag und im Anschluss in die Ausstellung frei


Verschenken Sie kunstvolle Momente

Die neue Jahreskarte

Ab sofort sind unsere Jahreskarten im Museumsshop in der Burgstraße oder online erhältlich zu einem Preis von 22 Euro. Sie erhalten ab Erstellung für ein Jahr freien Eintritt in alle Ausstellungen - ausgenommen sind lediglich Sonderveranstaltungen. Beschenken Sie sich selbst oder machen Sie anderen eine Freude!


 
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Finalist beim EU Mies Award 2015

Der Mies van der Rohe Preis für  zeitgenössische Architektur wurde vergeben - das Kunstmuseum Ravensburg war unter den fünf Finalisten. 


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