Architektur
des Kunstmuseums Ravensburg

Das Kunstmuseum Ravensburg wurde vom Stuttgarter Architekturbüro Lederer + Ragnarsdóttir + Oei entworfen. Das Büro von Prof. Arno Lederer, Jórunn Ragnarsdóttir und Marc Oei zählt zu den renommiertesten in Deutschland. Für den Entwurf des Kunstmuseums Ravensburg erhielt das Büro den mit 30 000 Euro dotierten Deutschen Architekturpreis 2013. Zu den realisierten Gebäuden gehören neben vielen Büro- und Geschäftshäusern auch zahlreiche öffentliche Bauten wie das Hessische Staatstheater in Darmstadt, die Duale Hochschule Baden-Württemberg in Lörrach oder die Schreienesch-Schule in Friedrichshafen.


Von entscheidender Bedeutung für die Projekte des Büros ist der Bezug zum jeweiligen Ort. „Wir wollen Architektur nicht zwanghaft neu erfinden, vielmehr versuchen wir, aus der langen Geschichte des Bauens zu lernen – ohne dabei einem Historismus zu verfallen“ so die Architekten. 


Entsprechend dem Motto „Erst kommt die Stadt, dann das Haus“ haben die Stuttgarter Architekten auch das Kunstmuseum auf das historische Stadtensemble Ravensburg bezogen. Charakteristisch dafür ist beispielsweise die Verwendung von gebrauchten Ziegeln als Material für die Fassade. Dieses evoziert auf sinnliche Weise die Geschichte. Dadurch, dass der gebrauchte Ziegel in eine neue Formensprache überführt wird, wirkt das Vertraute überraschend zeitgemäß.


Weltweit erstes Passivhaus-Museum

Zusammen mit dem Architekturbüro Lederer + Ragnarsdóttir + Oei ist das Bad Saulgauer Bauunternehmen Georg Reisch GmbH & Co. KG als Bauherr neue Wege im Museumsbau gegangen. Das Ravensburger Kunstmuseum bereichert die historische Innenstadt jedoch nicht nur als architektonisches Highlight. Es ist darüber hinaus auch das weltweit erste zertifizierte Museum in Passivhaus-Bauweise.

Die Stadt Ravensburg, die das Gebäude von der Reisch GmbH anmietet, hat die Passivhaus-Pläne von Anfang an unterstützt. Auch wegen der deutlich geringeren Betriebskosten, die die Stadt dadurch zu tragen hat. „Dazu kommt noch der Imagegewinn für Ravensburg“, fügt der Oberbürgermeister von Ravensburg, Dr. Daniel Rapp hinzu. „Die Stadt profitiert gleich doppelt von der Entscheidung für das Passivhaus-Konzept.“

Weitere Informationen über die Architekten finden sich unter: www.archlro.de.


Der Mies van der Rohe Award 2015 für zeitgenössische Architektur nominierte das Kunstmuseum Ravensburg zu den fünf Finalisten. Sehen Sie hier einen Filmbeitrag.


 
 
 

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