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herman de vries.

from earth : oberschwaben

Ausstellungsdauer: 18. März bis 11. Juni 2017
Vernissage: Freitag, 17. März 2017, 19 Uhr


herman de vries, erdausreibung eschenau, 2015. Foto: Joana Schwender
herman de vries, erdausreibung eschenau, 2015. Foto: Joana Schwender

herman de vries (*1931) arbeitet mit Gegebenheiten aus der Natur. Achtsam und mit geschultem Blick nimmt der Botaniker die Welt wahr und findet auf Wanderungen das Besondere in dem, was uns umgibt. Blätter, Steine, Gräser verwandelt der Biennale Teilnehmer in Werke, die naturwissenschaftliche Methodik und individuelles sinnliches Erleben verbinden und poetisch auf die Vielfalt der Natur aufmerksam machen.

Im Mittelpunkt seiner Werkreihe from earth steht das Material Erde. Unter diesem Titel hat der im fränkischen Maintal beheimatete Niederländer 1983 begonnen, Erdproben zu Pulver zu verreiben und auf Papier auszureiben. Seine Sammlung Erdmuseum umfasst heute über achttausend Erdproben aus aller Welt, die permanent im Museum Gassendi in Digne-les-Bains ausgestellt sind. Für das Kunstmuseum Ravensburg hat herman de vries im letzten Jahr ein ortsspezifisches from earth-Projekt für Oberschwaben umgesetzt. In der Region ansässige Menschen von Ulm bis zum Bodensee haben für den Künstler 29 Erden gesammelt. Diese wurden von de vries ausgerieben und führen auf eindrucksvolle Art und Weise den Facettenreichtum der hiesigen Landschaft vor Augen. Entstanden ist eine einzigartige Hommage an die Erdlandschaft der Region, die die „echten“ Farben der Erde vor Augen führt. herman de vries Antwort auf die Frage, was das Material Erde für ihn bedeute: "als erstes ist erde ist das, worauf ich stehe und auf dem das wächst, was mich ernährt", weist auf die elementare Verbundenheit eines jeden zur Erde als Fundament und Orientierungspunkt unserer Wahrnehmung. Als Teil des Erdmuseums von herman de vries erzeugt der Zyklus from earth : oberschwaben über die regionale Spezifik und die damit nicht selten verbundenen `Heimatgefühle´ hinaus, jedoch vor allem ein universelles Bewusstsein für die Erde, die uns trägt.

Unter dem Ausstellungsformat Fremde Blicke werden jetzt nicht nur die 30-Blätter dieses einzigartigen Zyklus im Foyer des Kunstmuseums präsentiert, sondern auch die Grabungen in Form einer Dokumentation des Künstlers Kristof Georgen.

Das Projekt wurde initiiert und gefördert von der Firma Georg Reisch GmbH & Co.KG


Robert Schad. Durch Zeit und Raum

Ausstellungsdauer: 25. Februar bis 11. Juni 2017


 
Robert Schad, Zeichnung, 2012, Wachskreide auf Papier; VG Bild-Kunst, Bonn 2016
Robert Schad, Zeichnung, 2012, Wachskreide auf Papier; VG Bild-Kunst, Bonn 2016

Der 1953 in Ravensburg geborene Künstler Robert Schad gehört zu den renommiertesten Stahlbildhauern seiner Generation. Er studierte an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Karlsruhe (1974-1980). Bereits während des Studiums entdeckte er das Material Stahl für sich und fertigte im Rahmen eines Wilhelm Lehmbruck-Stipendiums erste Großplastiken für den Außenraum. Robert Schad lebt und arbeitet in Portugal und Frankreich. In Frankreich hat er 2004 nicht nur seinen eigenen Skulpturenpark eröffnet (Larians) sondern 2016 auch einen mit 50 Werken ausgestatteten über 300 Kilometer langen tremporären Skulpturen-Parcours in der Bretagne realisiert.


Ausgehend von der Zeichnung, mit der er zunächst seismografisch auf emotionale und geistige Impulse sowie atmosphärische Kontexte reagiert, entstehen durch Verschweißen von massiven Vierkantstahlstreben komplexe Linien-Skulpturen. Auf diese Weise von Künstlerhand geformt, wird der anonyme industrielle Werkstoff in expressive Skulpturen für den Innen- und Außenraum transformiert. Diese lassen die Schwerkraft des Materials Stahl vergessen und fordern den Betrachter heraus, den teils gestischen, teils konstruktiven Linien-Bewegungen im Raum zu folgen.

Robert Schad mit Dr. Nicole Fritz in der Ausstellung vor den Werken "PARRAS 2017" und "RUMONI 2017"
 Foto: Wynrich Zlomke
Robert Schad mit Dr. Nicole Fritz in der Ausstellung vor den Werken "PARRAS 2017" und "RUMONI 2017"
Foto: Wynrich Zlomke


Für das Kunstmuseum Ravensburg wird Robert Schad eine ortsspezifische Rauminstallation mit eigens für die Ausstellung konzipierten Arbeiten entwickeln. Der Künstler erweitert mit seinen „Stahlzeichnungen“ die in unserer Sammlung angelegte Linie einer expressiv-gestischen Tradition im wahrsten Sinne des Wortes bis in die Gegenwart.
Robert Schad nimmt den roten Faden einer gestischen Linienzeichnung Anfang der 1970er Jahre auf. Zu Beginn seines Studiums an der Akademie der Bildenden Künste in Karlsruhe entscheidet er sich für die Linie als primäres Ausdrucksmittel: „Die Linie“, so Robert Schad, „verkörperte für mich von da an eine innere Achse, auf ihr baute ich meine Existenz. Meine Linie ist deshalb keine anonyme gedachte Linie, sondern ein Abbild meiner eigenen körperlichen Befindlichkeit.“

Die Art und Weise wie Schad das industrielle Material Stahl mit eigenen psychischen und physischen Energien auflädt, kennzeichnen ihn vielmehr als einen postavantgardistischen Künstler. Wie die wilde Malerei der 1980er Jahre ist seine Kunst eine, die aus dem Intimen kommt. Seine stählernen Raumzeichnungen sind letztlich abstrakte 'Selbstbilder' eines authentisch körperbezogenen Denkens und Fühlens.


Das Ausstellungsprogramm wird gefördert von der BW-Bank, der Ravensburger AG, der Andritz Hydro GmbH, der Grieshaber Logistik GmbH, der Vetter Pharma-Fertigung GmbH & Co. KG und der Autohaus Riess GmbH.


Der Beitrag "Robert Schad im Kunstmuseum Ravensburg. Stahlhart verschweißt" des Kulturmagazins "Kunscht!" des SWR-Fernsehens für Sie bis Juni verfügbar:


Robert Schad im Kunstmuseum - Stahlhart verschweißt

 

Ravensburger Edition

QR-Codes

Exklusiv für das Kunstmuseum Ravensburg haben die Künstlerinnen Eva Paulitsch und Uta Weyrich eine limitierte Edition ihrer QR-Codes aufgelegt. Vor der Eröffnung ihrer Ausstellung „Handyfilmprojekt“ gaben die Codes in Form eines traditionellen Tafelbildes einen Vorgeschmack auf die Ausstellung. Die als konkrete Bilder aufbereiteten QR-Codes schreiben sich in die Kunstgeschichte ein und führen die Tradition der Malerei auf zeitgemäße und originelle Art und Weise fort. Es überrascht deshalb nicht, dass ihre Werke in bedeutenden Sammlungen wie dem Kunstmuseum Stuttgart, Sammlung des Landes Kärnten und beim Bundeskanzleramt in Wien vertreten sind.

Nun sind 9 ausgewählte Arbeiten im Format 90 x 90 cm als Einzeldruck oder in Serie im Kunstmuseum zu erhalten. Die Besonderheit: hinter jeder Bildoberfläche verbirgt sich ein Handyfilm, den das Künstlerduo von Ravensburger Jugendlichen gesammelt und künstlerisch aufbereitet hat.

Nähere Informationen unter Tel. +49 751 82 455 oder kunstmuseum@ravensburg.de


Kunstmuseums-Edition im Angebot

Kunstmuseums-Edition im Angebot

Das Künstlerduo Gert und Uwe Tobias fertigte exklusiv für Ravensburg eine Edition an. Die Litografien sind auf 16 Blätter limitiert. Nähere Informationen unter Tel. +49 751 82 847 oder kunstmuseum@ravensburg.de

 
 
 
 

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