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Guido Mangold. Die Welt mit meinen Augen

Ausstellungsdauer: 23. Juli bis 16. Oktober 2016


Guido Mangold, Annette Kolb, 1959
Guido Mangold, Annette Kolb, 1959

Warten auf die Queen, John F. Kennedy am Checkpoint Charlie, Uschi Obermaier am Strand von Afrika. Die fotografischen Momentaufnahmen des renommierten Magazin- und Landschaftsfotografen Guido Mangold gingen um die Welt und prägen bis heute das kollektive Gedächtnis der Deutschen.
Das Kunstmuseum widmet dem 1934 in Ravensburg geborenen Fotografen eine Retrospektive. Diese stellt das über fünfzigjährige Schaffen von Guido Mangold mit über 100 Arbeiten im Überblick vor. Ausgehend von den experimentellen Anfängen, an der Werkkunstschule in Saarbrücken und an der Folkwangschule in Essen, bei denen er die Wirklichkeit, inspiriert von seinem Lehrer Otto Steinert, mittels analoger Schwarz-Weiss Fotografie auf grafische Strukturen reduzierte, wendete sich Mangold während dem Studium der Porträt- und Landschaftsfotografie zu.

Guido Mangold, Louis Armstrong, Dortmund, 1962
Guido Mangold, Louis Armstrong, Dortmund, 1962

Später entwickelte er im Auftrag von Illustrierten wie twen, Stern, Geo seinen eigenen unverwechselbaren Stil, der formale Präzision mit dem Blick für das Besondere verbindet. Neben Reise-Reportagen und Life-Fotografie hat Mangold auch immer wieder Künstler und den Kunstbetrieb porträtiert. Die von Nicole Fritz in enger Zusammenarbeit mit Mangold entwickelte Schau zeigt deshalb nicht zuletzt, welchen Einfluss insbesondere die Bildende Kunst auf den Fotografen bis heute hat.



Emil Nolde. Der Maler

Ausstellungsdauer: 5. November 2016 bis 5. Februar 2017


Emil Nolde, Feriengäste, 1911. Öl auf Leinwand. Brücke-Museum, Berlin
© Nolde Stiftung Seebüll; Foto: Roman März
Emil Nolde, Feriengäste, 1911. Öl auf Leinwand. Brücke-Museum, Berlin
© Nolde Stiftung Seebüll; Foto: Roman März

Mit der Ausstellung über Emil Nolde (1867‒1956), dem Individualisten des deutschen Expressionismus, setzt das Kunstmuseum Ravensburg die Vorstellung der in der Sammlung Selinka vertretenen Expressionisten fort. Emil Nolde wurde im August 1867 als Sohn eines Landwirtes im deutsch-dänischen Grenzland geboren. Nach einer Ausbildung zum Holzbildhauer und Zeichner in Flensburg und Wanderjahren in Süddeutschland und Berlin, ließ er sich 1903 auf der Insel Alsen nieder. Dort fand er zu seinem eigentlichen Ausdrucksmittel ‒ der Farbe. Nach dem Credo „der Maler braucht nicht viel zu wissen, sondern wesentlich seinem Instinkt zu folgen“, setzte Nolde, getragen von der Suche nach dem ursprünglichen Ausdruck, innere und äußere Wahrnehmungen spontan und unvermittelt ohne Rücksicht auf Perspektive und Form in starkfarbige Aquarelle und Ölmalerei um.
Die in Kooperation mit dem Brücke-Museum und der Nolde Stiftung Seebüll erarbeitete Ausstellung gibt einen Überblick über das Werk des bedeutenden Expressionisten. Präsentiert werden über 60 hochkarätige Werke von den frühen Jahren als Mitglied der Brücke in Berlin, über die Südseereise, die Zeit im Nationalsozialismus bis hin zu den späten Jahren. In der Nachbarschaft zur Sammlung Peter und Gudrun Selinka wird nicht zuletzt deutlich, dass Nolde in seiner Faszination für die nordeuropäische Mythen- und Sagenwelt mit den Künstlern der COBRA-Bewegung verwandt war und in der Art und Weise, wie er den Zufall als bildnerisches Element einbezog, Tendenzen des Tachismus und des Informel der fünfziger Jahre vorweggenommen hat.

 
 
 
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