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Vorschau




Durch Zeit und Raum. Aktuelle Arbeiten von Robert Schad

Ausstellungsdauer: 25. Februar bis 11. Juni 2017
Vernissage: Freitag, 24. Februar 2017, 19 Uhr


Robert Schad, Zeichnung, 2012, Wachskreide auf Papier
Robert Schad, Zeichnung, 2012, Wachskreide auf Papier

Der 1953 in Ravensburg geborene Künstler Robert Schad gehört zu den renommiertesten Stahlbildhauern seiner Generation. Er studierte an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Karlsruhe (1974-1980). Bereits während des Studiums entdeckte er das Material Stahl für sich und fertigte im Rahmen eines Wilhelm Lehmbruck-Stipendiums erste Großplastiken für den Außenraum. Ausgehend von der Zeichnung, mit der er zunächst seismografisch auf emotionale und geistige Impulse sowie atmosphärische Kontexte reagiert, entstehen durch Verschweißen von massiven Vierkantstahlstreben komplexe Linien-Skulpturen. Auf diese Weise von Künstlerhand geformt, wird der anonyme industrielle Werkstoff in expressive Skulpturen für den Innen- und Außenraum transformiert. Diese lassen die Schwerkraft des Materials Stahl vergessen und fordern den Betrachter heraus, den teils gestischen, teils konstruktiven Linien-Bewegungen im Raum zu folgen.
Robert Schad lebt und arbeitet in Portugal und Frankreich. In Frankreich hat er 2004 nicht nur seinen eigenen Skulpturenpark eröffnet (Larians) sondern 2016 auch einen mit 50 Werken ausgestatteten über 300 Kilometer langen temporären Skulpturen-Parcours in der Bretagne realisiert. Für das Kunstmuseum Ravensburg wird Robert Schad eine ortsspezifische Rauminstallation mit eigens für die Ausstellung konzipierten Arbeiten entwickeln.


 

herman de vries.

from earth : oberschwaben

Ausstellungsdauer: 18. März bis 11. Juni 2017
Vernissage: Freitag, 17. März 2017, 19 Uhr


herman de vries, erdausreibung eschenau, 2015. Foto: Joana Schwender
herman de vries, erdausreibung eschenau, 2015. Foto: Joana Schwender

herman de vries (1931) findet seine Materialien in der Natur: Blüten, Blätter, Samen, Moose – kleinste florale Elemente – sammelt der Biennale-Teilnehmer auf ausgedehnten Wanderungen. Achtsam und mit dem geschulten Blick eines Botanikers nimmt er die Welt der Pflanzen wahr und präsentiert sie dem Betrachter in ihrer natürlichen Schönheit. Es entstehen Werke, die naturwissenschaftliche Methodik und individuelles sinnliches Erleben verbinden und auf poetische Art und Weise auf die Vielfalt der Natur aufmerksam machen. Im Mittelpunkt seiner Werkreihe „erdausreibungen“ steht das Material Erde. An die 8000 Erdproben aus der ganzen Welt bewahrt der Künstler in seinem „erdmuseum“ auf. In seinem ortspezifischen Projekt „from earth : oberschwaben“ hat er jetzt unterschiedliche Erden, die in der Gegend von Ulm bis zum Bodensee gesammelt wurden, auf Papier ausgerieben. Unter dem Ausstellungsformat „Fremde Blicke“ werden die 29-Blätter dieses einzigartigen Zyklus im Foyer des Kunstmuseums präsentiert.


Das Projekt wurde initiiert und gefördert von der Firma Georg Reisch GmbH & Co.KG

 

We love animals.

Von der Annäherung der Kunst an das Tier

Ausstellungsdauer: 1. Juli bis 15. Oktober 2017
Vernissage: 30. Juni 2017, 19 Uhr 


Gwen van den Eijnde, Lipizzano, 2016 © Gwen van den Eijnde
Gwen van den Eijnde, Lipizzano, 2016 © Gwen van den Eijnde
Asger Jorn, Eine Cobra-Gruppe, 1964, Öl auf Leinwand. Peter und Gudrun Selinka-Stiftung. Foto: Thomas Weiss, Ravensburg
Asger Jorn, Eine Cobra-Gruppe, 1964, Öl auf Leinwand. Peter und Gudrun Selinka-Stiftung. Foto: Thomas Weiss, Ravensburg




 

Unter dem Titel We love Animals widmet das Kunstmuseum Ravensburg dem Tier eine große Sommerausstellung. Angeregt von dem Werk Eine Cobra Gruppe (1964), aus der hauseigenen Sammlung Peter und Gudrun Selinka nimmt die Schau aus kunst- und kulturwissenschaftlicher Perspektive die Mensch-Tier-Beziehung vom 18. Jahrhundert bis heute in den Blick. Die in der Ausstellung vertretenen Tierbilder spiegeln aufs anschaulichste wie sich der Mensch über die Jahrhunderte zum Tier ins Verhältnis gesetzt hat. Angefangen mit den, aus einem naturwissenschaftlichen Interesse entstandenen, Darstellungen des wilden und exotischen Tieres des 18. Jahrhunderts, über die idealisierten Tierporträts der Romantik, bis hin zur Animalisierung der Kunst im Expressionismus und dem Einsatz lebender bzw. toter Tiere in der Performancekunst der 1960er Jahre folgt die chronologische Präsentation der Entwicklung einer empathischen Tier-Mensch-Beziehung bis in die Gegenwartskunst.

Der Parcours kulturgeformter Tierbilder veranschaulicht, dass sich parallel zu den gegenwärtigen Entfremdungs- und Verdinglichungstendenzen gegenüber den Tierwesen zumindest im geisteswissenschaftlichen Diskurs und im Kunstkontext ein Tier-Mensch Dialog auf Augenhöhe etabliert hat. Die Cobra-Gruppe von Asger Jorn appelierte bereits in der Nachkriegszeit, sich dem Tier in uns zu stellen, d.h. die unbewussten instinktiven Tiefendimensionen des Ichs bewusst zu machen. In Zeiten einer digitalen Revolution ist diese Fragestellung unter dem Stichwort Animal Turn in der Gegenwart angekommen und aktueller denn je.


Die Schau vereint rund 100 Werke aus öffentlichen und privaten Sammlungen aus dem In- und Ausland.

 

Karl Schmidt-Rottluff. Das Rauschen der Farben

Ausstellungsdauer: 4. November 2017 bis 8. April 2018
Vernissage: 3. November 2017, 19 Uhr


Karl Schmidt-Rottluff, Frau im Feld, 1919, Öl auf Leinwand. Gudrun Selinka, Ravensburg. Foto: Thomas Weiss, Ravensburg
Karl Schmidt-Rottluff, Frau im Feld, 1919, Öl auf Leinwand. Gudrun Selinka, Ravensburg. Foto: Thomas Weiss, Ravensburg

Die „unerklärliche Sehsucht, das zu fassen, was ich sehe und fühle, und dafür den reinsten Ausdruck zu finden“, spiegelt sich im gesamten Werk des „Brücke“-Künstlers Karl Schmidt-Rottluff wider. Seine Landschafts- und Figurenbilder, Stilleben und Porträts sind farbgewaltige Zeugnisse einer direkten und klaren Bildsprache. Elektrisiert von der Begegnung mit Werken van Goghs, die in ihrer ungestümen Malweise die Gefühlszustände des Malers manifestieren, fand Schmidt-Rottluff früh zu einer Handschrift, die das „unmittelbar und unverfälscht“ wiedergab, „was zum Schaffen drängt“. Die in Kooperation mit dem Brücke-Museum realisierte Ausstellung gibt einen Überblick über sämtliche Schaffensperioden des Künstlers – vom impulsiven Frühwerk der „Brücke“-Zeit über die beruhigte Ausdrucksweise der 1920er und 1930er Jahre bis zum Spätwerk der 1950er und 1960er Jahre mit seinen leuchtend monumentalen Kompositionen. Die Schau verdeutlicht, wie Schmidt-Rottluff sein unverwechselbares künstlerisches Vokabular erarbeitete und dabei immer derselbe blieb: der „Magier der Farbe“.

 
 
 

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