KUNSTMUSEUM RAVENSBURG

27. September, 18 Uhr 

Direktorenführung

mit voranmeldung


Jeden Sonntag, 15 Uhr

Öffentliche Führung 





















hermann waibel. bildlicht

Ausstellungsdauer: 28. April bis 30. September 2018


Hermann Waibel, Farbrelief - Strichcode, 2000/2007
Hermann Waibel, Farbrelief - Strichcode, 2000/2007


»Das Auge ist in der Welt, die Welt im Auge.« Gottfried Boehm


Unter dem Titel »Bildlicht« zeigt das Kunstmuseum Ravensburg erstmalig das Werk von Hermann Waibel in einer umfassenden Retrospektive. Präsentiert wird das Lebenswerk des in Ravensburg gebürtigen Künstlers entlang wichtiger Stationen seines Schaffens. So wendet sich Hermann Waibel Ende der 1950er Jahre parallel zu der Strömung  der Konkreten Kunst von der Porträtmalerei und der darstellenden Funktion der Malerei ab.


Die gestalterischen Mittel, Farbe, Form, Raum und Bildträger selbst werden zum Gegenstand seiner Werke. Im Mittelpunkt seiner über 60-jährigen Auseinandersetzung mit den malerischen Mitteln steht das Licht, es wird zu seinem Lebensthema. Bei dem Versuch, die Immaterialität des Lichtes in einer materiellen Form erfahrbar werden zu lassen, experimentiert Waibel mit unterschiedlichsten Bildträgern – von der planen Leinwand über das Relief zur Erweiterung des Bildes als Skulptur bis hin zur Antithese der Zerstörung gar Verbrennung des Bildes durch Feuer. 


Durch verschiedene geometrische Formen, Strukturen, Raster, Schichtungen sowie Farbgebungen verschafft er dem Licht ein Spielfeld zur kontinuierlichen Veränderung seiner Lichtobjekte - Lichtinstrumente. Die an den Phänomenen des Wahrnehmungsspektrums des Lichtes orientierten Arbeiten fordern jeden Besucher auf, sich dem Rätsel seiner Wahrnehmung zu stellen, denn letztlich bleibt alles eine Frage der Perspektive.

Weitere Informationen zur Ausstellung

 

Ausstellungsansicht »Hermann Waibel. Bildlicht«, Kunstmuseum Ravensburg, 2018, Foto: Wynrich Zlomke
Ausstellungsansicht »Hermann Waibel. Bildlicht«, Kunstmuseum Ravensburg, 2018, Foto: Wynrich Zlomke

Projektionen. facetten der erinnerung

Ausstellungsdauer: 28. April bis 30. September 2018


Ausstellungsplakat Projektionen © Jonas Mekas
Ausstellungsplakat Projektionen © Jonas Mekas

Die Ausstellungsreihe »Projektionen« stellt nacheinander vier filmische Arbeiten zeitgenössischer Künstler vor, die das Zusammenspiel von Erinnerung und Identität auf unterschiedlichste Weise thematisieren. Der Titel des neuen Formats lässt sowohl die technischen Bedingungen des Mediums Film als auch die Beteiligung des Betrachters, seine individuellen Assoziationen und Erinnerungen, anklingen. In »Here & Elsewhere« (2002) von Kerry Tribe (*1973 USA) richtet ein Vater philosophische Fragen an seine zehnjährige Tochter, die die Bedingungen menschlicher Existenz verhandeln und um Zeit, Raum, Erinnerung, Bewusstsein und Identität kreisen. Die poetische Filmcollage »As I Was Moving Ahead Occasionally I Saw Brief Glimpses of Beauty« (2000) von Jonas Mekas (*1922 LTU) vereint als sprunghafte Rückblende alltägliche Szenen aus dem Leben des damals fast achtzigjährigen Filmemachers in seiner Wahlheimat New York. Das subjektive Filmtagebuch lässt die Schönheit einzelner Momente sichtbar werden und in persönlichen Erinnerungen das Universelle aufscheinen. Hiwa K (*1975 IRQ) folgt in »Pre-Image (Blind as the Mother Tongue)« (2017) den Etappen seiner Flucht, die ihn vor Jahren aus dem Nordirak nach Italien führten. Den Blick richtet der Künstler jedoch nicht nach vorn, sondern auf einen auf seiner Nase balancierenden Stab mit Motorradspiegeln, der ihm als Navigationshilfe dient. Die fragmentarischen Ausschnitte der Spiegelungen verweisen auf die Erfahrung der Desorientierung und existentiellen Verunsicherung. Christoph Girardet & Matthias Müller (*1966/*1961 D) lösen Szenen aus existierendem Filmmaterial aus ihrem ursprünglichen Zusammenhang und überführen diese in Filmcollagen mit neuen Bedeutungsebenen. Leere Fotoalben, blanke Zettel und karge Interieurs fungieren als Indizien verlorener Erinnerung: »personne« (2016) rückt anhand zahlreicher filmischer Wiedergänger die Themen Selbstentfremdung und Identität in den Mittelpunkt.


Derzeit im Kunstmuseum:

25. AUGUST – 30. SEPTEMBER 2018 | PROJEKTIONEN IV
Vernissage: Freitag, 24. August 2018, 19 Uhr
Christoph Girardet & Matthias Müller
personne (2016)

Weitere Informationen zu PROJEKTIONEN IV



Rückblick:

13. JULI – 19. AUGUST 2018 | PROJEKTIONEN III
Vernissage: Donnerstag, 12. Juli 2018, 19 Uhr
Hiwa K
Pre–Image (Blind as the Mother Tongue) (2017)


9. JUNI – 8. JULI 2018 | PROJEKTIONEN II
Jonas Mekas
As I Was Moving Ahead Occasionally
I Saw Brief Glimpses of Beauty (2000)


28. APRIL – 3. JUNI 2018 | PROJEKTIONEN I
Kerry Tribe
Here & Elsewhere (2002)


 
 
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