AUSSTELLUNGEN VORSCHAU

 

MUSTERUNG. POP UND POLITIK IN DER ZEITGENÖSSISCHEN TEXTILKUNST (1./2. OG)

 

15. Juli bis 30. Oktober 2022 
Eröffnung, Donnerstag, 14. Juli, 19 Uhr

 
Ensemble von Erika Hock, Ausstellungsansicht Kunstsammlungen Chemnitz: Musterung. Pop und Politik in der zeitgenössischen Textilkunst, 2020, Courtesy Cosar, Düsseldorf, und Kunstsammlungen Chemnitz, © VG Bild-Kunst, 2021, Foto: Frank Krüger
Ensemble von Erika Hock, Ausstellungsansicht Kunstsammlungen Chemnitz: Musterung. Pop und Politik in der zeitgenössischen Textilkunst, 2020, Courtesy Cosar, Düsseldorf, und Kunstsammlungen Chemnitz, © VG Bild-Kunst, 2021, Foto: Frank Krüger
 

Die Auseinandersetzung mit dem Stofflichen, neuen Textilien und Trägermaterialien begeistert aktuell Künstler:innen unterschiedlicher Generationen und Herkunft aus allen Kontinenten. Vorhänge, Tapeten und Teppiche werden als Bildträger zeitgenössischer Darstellungen wiederentdeckt. Mit Stoffen, textilem Dekor und Kleidung lassen sich Geschichten, Hintergründe historischer, bildlicher und globaler Zusammenhänge neu erzählen. Dabei steht der Wiederentdeckung traditioneller Techniken die Begeisterung für neue digitale Technologien gegenüber: Digitale Technologie steuert die Webstühle in der heutigen Zeit oder spinnt die Fäden in eine erweiterte Realität. Stoffe und ihre Musterungen sind oft auch kulturelle Identitätssymbole. Im Kontext von Massenproduktion von Textilien und ökologischer Nachhaltigkeit eröffnet künstlerische Materialforschung neue Sichtweisen und Möglichkeiten. 


Die Ausstellung stellt unterschiedliche Positionen von international renommierten Künstler:innen in einen Dialog, die sich explizit mit textilen Materialien beschäftigen und zugleich deren gesellschaftspolitische Bedeutung erkunden. Immer bleibt die Frage, wie wir mit unseren Ressourcen und Fähigkeiten umgehen. Viele Werke und Bilder codieren soziale und ästhetische Ordnungskonzepte, die sie in Frage stellen. Die Ausstellung möchte zeigen, wie explizit und facettenreich Popkulturelles, (Post-)Feministisches und Tagespolitisches mit textilen Materialien aktuell ihren Ausdruck finden.

Eine Kooperation zwischen den Kunstsammlungen Chemnitz, Kuratorin Dr. Sabine Maria Schmidt und dem Kunstmuseum Ravensburg, Kuratorin Kristina Groß.

 

Sammlung Selinka: Gruppe Spur (EG)

15. Juli bis 30. Oktober 2022 

Im Sammlungsraum erwarten Sie ausgewählte Arbeiten der Gruppe Spur, die einen Schwerpunkt der Sammlung Selinka bildet. 


 

CARL LOHSE. EIN MALER DES EXPRESSIONISMUS

 

19. November 2022 bis 5. März 2023  (1.OG)
Eröffnung, Freitag, 18. November, 19 Uhr

 
Carl Lohse, Roter Klang (Bildnis Ludwig Renn), 1919, Öl auf Pappe, 71,5 x 45,5 cm, Albertinum | Galerie Neue Meister, Inv.-Nr. 79/31, © Foto: Albertinum
Carl Lohse, Roter Klang (Bildnis Ludwig Renn), 1919, Öl auf Pappe, 71,5 x 45,5 cm, Albertinum | Galerie Neue Meister, Inv.-Nr. 79/31, © Foto: Albertinum

Der in Hamburg geborene Maler Carl Lohse (1895–1965) schuf nach dem Ersten Weltkrieg ein ebenso kompromissloses wie markantes expressionistisches Werk und zählt zu den lang übersehenen Ausnahmefiguren der Kunstgeschichte. Die Einzelausstellung setzt ihren Schwerpunkt bei Gemälden aus Lohses wichtigster Schaffensphase, seinem Frühwerk, das von kraftvoller Farbgebung und eindrücklicher Formreduzierung gekennzeichnet ist. Eine breite Wiederentdeckung erfuhr sein Werk 2017 durch die Retrospektive im Ernst Barlach Haus in Hamburg und im Albertinum Staatliche Kunstsammlungen Dresden. Vor dem Hintergrund erlebter Traumata des Ersten Weltkriegs entwickelt Lohse um 1920 in einem regelrechten Schaffensrausch in Bischofswerda bei Dresden seinen ersten, wegweisenden Werkkomplex. Anknüpfend an die frühen Leistungen des deutschen Expressionismus entstehen eigenwillig stilisierte Plastiken und Porträts aus kühnen Farbkombinationen, die es vermögen, seelische Tiefendimensionen einzufangen. Ebenso abrupt wie die intensive Schaffensphase begonnen hat, hört sie wieder auf. Lohse wird Bankbote, Straßenbahnschaffner und schließt sich den Zeugen Jehovas an. Es folgen verschiedene Phasen seiner mehrmals unterbrochenen Karriere, die bis 1965 reicht.

 

 
 

VON ANGESICHT ZU ANGESICHT. ZWEI SÜDDEUTSCHE SAMMLUNGEN IM DIALOG

 

19. November 2022 bis 18. Juni 2023  (2.OG)

Eröffnung, Freitag, 18. November, 19 Uhr

 
Alexej von Jawlensky, Bacchantin, 1912, Öl auf Karton, 50,2 x 53 cm, Kunstmuseum Ravensburg, Dauerleihgabe Privatsammlung Süddeutschland
Alexej von Jawlensky, Bacchantin, 1912, Öl auf Karton, 50,2 x 53 cm, Kunstmuseum Ravensburg, Dauerleihgabe Privatsammlung Süddeutschland

Fundament des Kunstmuseums Ravensburg ist die Sammlung Selinka. Etwa zwei Drittel der Sammlung Selinka besteht aus Werken des Expressionismus. Mit einem Schwerpunkt auf Landschaftsdarstellungen, Akten und Porträts werden ausgewählte Malereien und Druckgrafikenpräsentiert. Getreu dem Motto »Von Angesicht zu Angesicht« treten Klassiker der Sammlung Selinka in Dialog mit hochkarätigen Werken einer weiteren süddeutschen Privat-sammlung, die im Rahmen der Ausstellung erstmals der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Mit Werken u. a. von Alexej von Jawlensky, Ernst Ludwig Kirchner, Otto Mueller, Max Pechstein und Karl Schmidt-Rottluff.

 
 
 

Premiumsponsoren:

Sponsor:

 
 
Kontakt     •     Impressum     •     Datenschutz     •     Newsletter     •     Barrierefreiheit